Die Frau mit der Dose in der Möse.

Neulich in einem Swingerclub tief in Franken: Kaum zu glauben, dass es hier am Rande eines kleinen Dorfes in Bayern einen Swingerclub gibt. Wahrscheinlich weiß es noch niemand außer mir, denn ausser dem Betreiber-Pärchen, einem weiteren Paar und einer allein am Tresen sitzenden Dame, ist in dem riesigen Raum niemand weiter zu sehen.
Die in einem schwarzen Lack-Minikleid einsam auf einem Barhocker sitzende ca. 35-Jährige hält sich nicht lange mit Begrüssungs-Reden auf: “Fritz, ich kann Dir ein Kunststück zeigen, das nicht jede Frau beherrscht. Aber ich will, daß man mich nicht erkennt, wenn Du Fotos machst… Guck mal!”
Den Saum ihrer Wachs-Tischdecke nach oben geschoben, spreizt sie ihre Schenkel und zwingt mich mit einem vielbedeutenden Blick ihren nackten Schoß anzusehen, der vor Gleitmittel glänzt und mich eher an die Öffnung eines Schwimmärmels als an die Liebespforte einer attraktiven Frau erinnert. Nun muss ich mich auch noch bücken, um zu erkennen, was da möglicherweise drin steckt. “Greif doch mal hin…”. Um gleich von ihrer Aufforderung abzulenken, beginne ich zu raten, was sie denn in ihrer Mumu versteckt haben könnte.

warme Brühe für den angesoffenen FreundJedenfalls war es weder etwas Lebendiges, noch ihre Handtasche und auch kein Einmachglas. Die “Künstlerin” presste den Teil von einer Cola-Dose aus ihrem glitschigen Versteck.
Nachdem mir die Dosen-Lady mindestens eine viertel Stunde einen Vortrag über die richtige Technik beim Einführen solcher Gegenstände gehalten hatte – nach dem Sinn und Nutzen habe ich sie erst gar nicht befragt – fotografierte und filmte ich das gekonnte Ein- und Ausbauen der Blechbüchse. Hätte ich es nicht gemacht, wäre sie bestimmt enttäuscht gewesen.
Noch etwa eine Stunde saß die Frau mit dem Cola in ihrem Loch auf den Barhocker, erzählte dem Clubbetreiber weiter von diesem und anderen Kunststücken, bis schließlich ihr “Freund” auftauchte, dem sie das schätzungsweise 36° warme Gesöff – immer vorausgesetzt die Dame hatte an dem Tag kein Fieber – zu Trinken gab.

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